Der SSV Bad Brambach verzichtet in dieser Woche auf eine eigene Darstellung der Partie. Wir veröffentlichen stattdessen das von der Fußballpartie selbst vorgetragene Statement.

 

Ich, die Partie SpVgg Grünbach-Falkenstein 2 gegen SSV Bad Brambach, möchte mich zunächst in aller Form bei den anwesenden Zuschauern entschuldigen. Ich begann um 15 Uhr mit der festen Überzeugung, ein ansehnliches, temporeiches und attraktives Fußballspiel zu werden. Leider vermochte ich es nicht, den an mich selbst gestellten Erwartungen gerecht zu werden.

Es wäre einfach, die Ursachen im wahrlich schlecht bespielbaren Platz oder der sichtlich vorherrschenden Verletzungsmisere der Gastmannschaft zu suchen. Es gelang mir in den ersten 30 Minuten einfach nicht, schöne Spielzüge oder gelungene Kombinationen anzubieten. Kurz vor der Halbzeit habe ich dann die Zuschauer erlöst und Tony Heise gestattet, die Brambacher 1:0 Führung per sehenswertem Weitschuss zu erzielen.

Eben jenem Heise habe ich dann mehr oder weniger spontan zugestanden, auch das zweite Tor der Partie in der 51. Minute nachzulegen. Meine Hoffnung, dass die Gastmannschaft dadurch souveräner auftritt und mit mehr Ruhe und Ballsicherheit agiert, hat sich indes nicht erfüllt. Vielmehr musste ich mit zunehmender Spieldauer auch persönliche Beschimpfungen übelster Sorte vom Seitenrand, „Grottenkick“ oder „Kackspiel“ sind dabei noch harmlose Beispiele, über mich ergehen lassen. Um nicht als langweiliges Durchschnittsspiel in die Geschichte einzugehen, habe ich der Heimmannschaft dann ein Freistoßtor in Minute 78 zukommen lassen, mit welchem diese auf 1:2 verkürzen konnte. Ich habe den Fans somit zumindest eine spannende und hart umkämpfte Schlussphase liefern können, die hoffentlich für viel Tristesse der ersten Stunde entschädigte.

Um den aufgrund eines deutlichen Chancenplus verdienten Sieg der Brambacher nicht zu gefährden entschloss ich mich in der 87. Minute dazu, Heises grandiosen Tag mit einem Hattrick zu krönen. Das 3:1 sorgte für meine Entscheidung. Um den harten Kampf beider Teams auch in den Annalen der Kreisligawelt zu verewigen, fügte ich einen Last-Minute-Elfmeter (90.+2) für Grünbach-Falkenstein hinzu, der das Ergebnis zum 2:3 Endstand verknappte.

Rückblickend wird man mich wohl nicht in großer Erinnerung behalten. Zu behäbig waren die Spielzüge, zuviel Stückwerk mischte ich den Angriffsbemühungen unter. Die Brambacher werden jedoch wohlwollend die Hand aufhalten und die von mir überreichten drei Punkte einstreichen.“