Besser spät als nie…

…erscheint nun auch das folgende Werk. Die Verzögerung hat einen simplen Grund: irgendwie lassen sich Spielberichte nach einem Sieg einfacher niederschreiben als nach bitteren Niederlagen. Aufgrund der zweiten Halbzeit hat der Staffelfavorit SV Bobenneukirchen das Spiel am vergangenen Samstag aber mehr als verdient gewonnen.

 

Momentan läuft´s einfach nicht richtig rund beim SSV Bad Brambach – oder wie Andreas Brehme sagen würde: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“ In der ersten Halbzeit konnten die Mineralquellen-Boys noch recht gut dagegenhalten, weshalb „das Chancenplus ausgeglichen war“ (L. Matthäus). Unrühmlicher Höhepunkt des ersten Durchgangs war aber leider eine schwere Verletzung von Bobenstürmer Oliver Pötzsch, der unglücklich mit dem Brambacher Keeper zusammengestoßen ist. Wir wünschen Oliver schnelle Genesung und hoffen, dass keine gravierende Verletzung vorliegt. Nachdem Genuss des mit einem wunderbaren Bad Brambacher Limonadengetränk angemischten Halbzeit-Radlers bettelte der SSV sehnsüchtig nach dem Gegentreffer.

Die Unverfrorenheit einiger Spieler, „mit dem Schiedsrichter auch verbal zu reden“ (M. Basler), quittierte dieser zu Beginn der zweiten Hälfte mit einer Flut an gelben Karten. Irgendwann stellten die Beteiligten das mitzählen ein. Gerüchte besagen aber, es habe sich aufgrund des Kartenzeigens eine nicht unerhebliche Menge an Milchsäure im rechten Arm des Schiedsrichters gebildet. Einige Zuschauer konnten sogar einen Bizeps-Pump erkennen.

Der SV Bobenneukirchen drückte die Hausherren ab Spielminute 65 zunehmend in die eigene Hälfte zurück. Es konnte  kaum noch für Entlastung gesorgt werden. Nach einem Lattentreffer und mehreren Großchancen fasste sich M. Graf dann endlich ein Herz und erlöste in der 83. Spielminute mit einem Eigentor die Gäste. 0:1 und noch 7 Minuten zu spielen. In solchen Augenblicken versucht jeder Spieler nochmal über sich hinaus zu wachsen. Er rennt, fightet, haut sich in die Zweikämpfe und drischt jeden Ball hoch und weit nach vorn. Außer unser Gerd. Wenns schon mit dem Punkt nichts wird, dann zumindest den 37 Zuschauern ein Kabinettstückchen höchster Güte vorführen. So nahm er sich den Ball, Täuschung links, Täuschung rechts – und ab damit zum Gegner. Sebastian Illner nahm die Einladung dankend an und schob souverän zum 0:2 ein.

Zusammenfassend muss man ehrlicherweise sagen, dass wir zum ungünstigsten Zeitpunkt eine unserer schwächsten Leistungen abgerufen haben und verdient als Verlierer vom Platz gegangen sind. Aber zum Glück ist „das nächste Spiel auch immer das nächste“ (M. Sammer). Bereits am morgigen Samstag wartet mit der zweiten Mannschaft des 1.FC Rodewisch wahrscheinlich wieder ein sehr spielstarker Gegner auf uns.