Manchmal greift auch der beste Plan ins Leere

Nach den Ursachen der deutlichen 1:5 Niederlage gefragt, antwortete Trainer Fineiß nach dem Schlusspfiff knapp und mit klaren Worten: „Meine Idee, einen Mix aus situativem Angiffspressing und lateraler Raumverknappung im letzten Verteidigungsdrittel zu spielen lief leider völlig konträr zu meiner Offensiv-Philosophie, eine polyvalente Doppelsechs mit temporalem Abkippen während der Spieleröffnung zu etablieren.“

Leider kamen die Gastgeber an diesem Tage nicht mit der modernen Spielweise des Gegners zurecht. Das Leubnitzer Konzept: Langer Diagonalball … vorn wird’s schon einer richten. Allein in Halbzeit eins resultierten drei Tore aus diesem Plan. Entscheidend dabei: die individuell durchaus starken Offensivspieler der Gäste gingen wiederholt als Sieger aus den Zweikämpfen hervor. Ein wenig Hoffnung schöpfte der SSV, als Tony Heise per Kunstschuss aus 25 Metern kurz vor der Pause den Anschluss herstellte.

Die Brambacher kamen deutlich verbessert aus der Kabine, gewannen mehr Zweikämpfe und erspielten sich mehrere gute Chancen. Mitte der zweiten Halbzeit nutzte Leubnitz den ersten guten Angriff nach der Pause und erhöhte zur Vorentscheidung auf 4:1, ehe ihnen kurz vor Abpfiff der fünfte Treffer gelang.

Eine aufgrund mangelnder Konsequenz im Angriffsspiel sowie im Abwehrverhalten verdiente Niederlage, die gefühlt deutlich zu hoch ausgefallen ist. Auf Nachfrage des Reporters, ob in Bad Brambach nun über die Zukunft des Trainers diskutiert wird, entgegnete Fineiß gelassen: „Wir haben 31 Punkte und ich Vertrag bis 2035.“

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